Fakten über: Die Freiheit führt das Volk
„Die Freiheit führt das Volk“ zählt zu den berühmtesten Werken von Eugène Delacroix und zelebriert die Julirevolution von 1830 in Frankreich. In diesem Meisterwerk führt eine Frau, die als Verkörperung der Freiheit fungiert, eine heterogene Gruppe von Menschen über eine Barrikade. In der einen Hand hält sie die Fahne der Französischen Revolution, in der anderen ein Gewehr. Delacroix, ein führender Vertreter der Romantik, vollendete das Gemälde im Jahr 1830. Er bevorzugte expressive Pinselstriche und kräftige Farben gegenüber den genauen Konturen, die die akademische Kunst kennzeichnen.
Das Gemälde strotzt vor Symbolik, wobei die Freiheit sowohl als Göttin als auch als gewöhnliche Frau dargestellt ist. Die um sie versammelten Figuren repräsentieren verschiedene gesellschaftliche Schichten, geeint durch ihren entschlossenen Willen. Dieses Werk wird oft als Schnittpunkt zwischen dem Ende der Aufklärung und dem Beginn der Romantik betrachtet.
Die französische Regierung erwarb das Gemälde im Jahr 1831, doch seine politische Botschaft rief einige Kontroversen hervor. Es wurde kurzzeitig ausgestellt, bevor es entfernt und verborgen wurde. Über die Jahre hinweg wurde es an verschiedenen Orten präsentiert, darunter im Louvre in Paris sowie in Museen in den Vereinigten Staaten und Japan.
„Die Freiheit führt das Volk“ hinterließ einen nachhaltigen Eindruck und beeinflusste Literatur, Kunst und sogar das Design von Währungen. Es inspirierte Victor Hugos Roman „Les Misérables“ und diente als Vorlage für die Freiheitsstatue in New York City. Darüber hinaus fand sich das Motiv des Gemäldes in der Musik, auf Briefmarken und auf Albumcovern wieder.
Trotz seines Ruhms wurde das Werk von Royalisten und Monarchisten aufgrund seiner republikanischen und anti-monarchistischen Inhalte kritisiert. Nichtsdestotrotz bleibt „Die Freiheit führt das Volk“ ein kraftvolles Symbol für Freiheit, Revolution und nationale Identität.