Fakten über: Wasanbon
Wasanbon ist eine besondere Art von feinkörnigem japanischem Zucker, der aus der Region Shikoku, insbesondere den Präfekturen Tokushima und Kagawa, stammt. Hergestellt aus einer lokalen Sorte von feinem Zuckerrohr, bekannt als taketō oder chikusha, besitzt dieser Zucker eine hellgoldene Farbe und eine etwas gröbere Körnung als Puderzucker. Er zeichnet sich durch ein einzigartiges Aroma und einen Geschmack aus, die angenehme Noten von Butter und Honig aufweisen.
Wasanbon ist eine vielseitig verwendbare Zutat in der japanischen Küche. Man findet ihn in traditionellen Süßigkeiten, Yōkan (einem Gelee-Dessert) sowie als Süßungsmittel für Kaffee und Tee. Darüber hinaus wird er in Dipsaucen in Sushi-Restaurants und in Hausbackrezepten verwendet. Der Produktionsprozess von Wasanbon ist äußerst aufwendig und umfasst acht Stufen, die etwa 20 Tage in Anspruch nehmen. Die hochwertigste Variante dieses Zuckers wird als "Awa Wasanbon Toh" bezeichnet.
Die Städte Kamiita-cho und Donari-cho in Tokushima sind das Zentrum der Wasanbon-Produktion, ein Handwerk, das bis in die 1770er Jahre zurückreicht. Das spezielle Zuckerrohr, lokal als chikutoh oder hosokiki bekannt, wird zwischen Dezember und Februar geerntet, wenn der Zuckergehalt seinen Höhepunkt erreicht hat. Der Zuckerrohrsaft wird maschinell extrahiert, anschließend gekocht, geklärt, kondensiert und durch eine Reihe von Wasch- und Knetvorgängen bearbeitet, um dessen feine Textur und hellgoldene Farbe zu perfektionieren.
Um eine Fermentation zu verhindern, werden die Zuckerstücke nach der Verfeinerung rasch getrocknet, dann zerkleinert und gesiebt, um den gebrauchsfertigen, feinkörnigen Zucker zu erhalten. Dieser sorgfältige und gründliche Produktionsprozess verleiht Wasanbon seine besonderen und begehrten Qualitäten, wodurch er zu einer geschätzten Zutat in der japanischen Küche und bei der Herstellung von Süßigkeiten wird.
